Reiseführer Albanien
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Südosteuropa.
Offizieller Staatsname
Republik Albanien.
Landesvorwahl
355.
Ministry of Territorial Planning and Tourism
Bulevardi Dëshmorët e Kombit 8, AL-Tirana
Tel: (042) 583 23. Fax: (042) 583 22.
E-Mail: dpt@albaniaonline.net
Internet: www.albaniantourism.com
Albturist
Bulevardi Deshmorete Kombit, Hotel Dajti, AL-Tirana
Tel: (042) 518 49. Fax: (042) 343 59.
E-Mail: albturist@albturist.com
Internet: www.albturist.com
Botschaft der Republik Albanien
Friedrichstraße 231, D-10969 Berlin
Tel: (030) 259 30 40. Fax: (030) 25 93 05 99. Konsularabt.: Tel: (030) 25 93 04 51. Fax: (030) 25 93 18 90.
E-Mail: albanische.botschaft@microcall.de
Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 9.00-12.00 Uhr.
Honorargeneralkonsulat in München. Honorarkonsulate in Essen, Hamburg und Offenbach/M.
Botschaft der Republik Albanien
Prinz-Eugen-Straße 18/15, A-1140 Wien
Tel: (01) 328 86 56. Fax: (01) 328 86 58.
E-Mail: albemb.vie@chello.at
Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr. Konsularabt.: Mo, Mi, Fr 10.00-12.00 Uhr.
Honorarkonsulat in Villach.
Botschaft der Republik Albanien
Pourtalèsstraße 65, CH-3074 Muri/Bern
Tel: (031) 952 60 10. Fax: (031) 952 60 12.
E-Mail: emalb.ch@bluewin.ch
Mo-Fr 08.30-14.30 Uhr. Di u. Do 09.00-12.00 Uhr (Visastelle).
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Rruga Skenderbeu 8, AL-Tirana
Tel: (042) 745 05. Fax: (042) 3 34 97.
E-Mail: German.Embassy@icc.al.eu.org
Österreichische Botschaft
Rruga Frederik Shiroka 3, AL-Tirana
Tel: (042) 3 31 44, 3 31 57. Fax: (042) 3 31 40.
E-Mail: tirana-ob@bmaa.gv.at
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Rruga e Elbasanit 81, AL-Tirana
Tel: (042) 3 48 88. Fax: (042) 3 48 89.
E-Mail: vertretung@tir.rep.admin.ch
Mo-Fr: 09.00-11.00 Uhr
Allgemeines
Fläche
28.748 qkm.
Bevölkerungszahl
3.582.205 (2003).
Bevölkerungsdichte
124,6 pro qkm.
Hauptstadt
Tirana. Einwohner: 353.400 (2003).
Geographie
Albanien grenzt im Nordwesten an Montenegro, im Norden an Kosovo, im Nordosten an Mazedonien, im Südosten und Süden an Griechenland, im Südwesten an das Ionische Meer und im Westen an die Adria. Außer der Küstenniederung wird das Land von zerklüfteten Gebirgsketten durchzogen. Gute Sandstrände, schöne Seen und ausgedehnte Wälder bieten reizvolle Kontraste.
Staatsform
Präsidialrepublik seit 1991. Neue Verfassung seit Ende 1998. Einkammerparlament mit 155 Abgeordneten; Legislaturperiode ist vier Jahre. Staatsoberhaupt: Alfred Moisiu, seit 2002. Regierungschef: Ilir Meta, seit 1999. Unabhängig seit 1912 (ehemals Ottomanisches Reich).
Sprache
Amtssprache ist Albanisch. Im Süden spricht eine Minderheit Griechisch.
Religion
70% Moslems (hauptsächlich Sunniten), 20% Orthodoxe und 10% Katholiken.
Ortszeit
MEZ (UTC + 1); März bis Oktober: MEZ + 1 (UTC + 2).
Netzspannung
220 V, 50 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Internationale Direktdurchwahl nur in einigen größeren Städten: Tirana (042), Durrës (052), Elbasan (0545), Gjirokastra (0726), Kavaja (0574), Korça (0824), Shkodra (0224).
Landesvorwahl
355.
Mobiltelefon
GSM 900 Mobilfunknetz. Die Hauptanbieter sind Albanian Mobile Communications (Internet: www.amc.al ) und Vodafone Albania (Internet: www.vodafone.al ). Der Empfangs-/Sendebereich beschränkt sich auf größere Städte und deren Umgebung. Roaming-Verträge bestehen.
Telegram/Fax
Telegramm- und Faxdienste werden in Postämtern und größeren Hotels angeboten.
Internet/E-Mail
Zu den Hauptanbietern zählen Albania Online (Internet: www.albaniaonline.net ) und Adanet (Internet: www.albnet.net ). Internetcafés gibt es in den meisten größeren Städten.
Post
Mit langen Zustellungszeiten ist zu rechnen. Es wird empfohlen, alle Sendungen per Einschreiben aufzugeben. Die Modernisierung des Post- und Fernmeldewesens ist in Vorbereitung. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 07.00-17.00 Uhr und Sa 08.00-13.00 Uhr.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Nein | Ja |
| Österreich | Nein | Ja |
| Schweiz | Nein | Ja |
| Andere EU-Länder | Nein/Ja/1 | Ja |
Reisepass
Allgemein erforderlich. Der deutsche Kinderausweis wird bis zum Alter von 16 Jahren anerkannt, sollte jedoch mit einem Lichtbild versehen sein.
Visum
Bis zu einer Aufenthaltsdauer von drei Monaten allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsangehörige der folgenden Länder, die bei der Einreise eine Einreisegebühr zwischen 5 US$ und 70 US$ bezahlen müssen:
(a) [1] Bundesrepublik Deutschland, Österreich, übrige EU-Länder (außer: Zypern) und Schweiz (Besucher mit einem britischen Reisepaß müssen bei der Einreise eine Gebühr von 57 US$ bezahlen und Besucher aus Estland, Lettland, Littauen, Polen, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn müssen keine Einreisegebühr bezahlen.);
(b) Ägypten, Australien, Bahrain, Island, Israel, Japan, Kanada, Katar, Korea (Süd), Kuwait, Liechtenstein, Malaysia, Mazedonien, Neuseeland, Norwegen, Oman, Rumänien, San Marino, Saudi-Arabien, Singapur, Türkei, USA und Vereinigte Arabische Emirate.
(c) Keine Einreisegebühr bezahlen müssen Staatsbürger folgender Länder: Bulgarien und Kroatien.
Anmerkung
Staatsangehörige der oben aufgeführten Länder müssen bei der Einreise am Flughafen Tirana oder an einem der Grenzübergänge eine Einreisegebühr in Höhe von 5-65 US$ (je nach Nationalität) entrichten. Näheres von den zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Adressen).
Transit
Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluß weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Visaarten
Geschäfts-, Touristen-, Einzel-, Zweifach- und Mehrfachvisum.
Visagebühren
Unterschiedlich, je nach Nationalität des Antragstellers.
Unterlagen
(a) Antragsformular. (b) Gültiger Reisepaß. (c) 2 Paßfotos. (d) Nachweis ausreichender Geldmittel für die Dauer des Aufenthaltes. (e) Geschäftsvisum: Firmenschreiben und/oder Schreiben des Geschäftspartners in Albanien.
Anmerkung
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Bearbeitungszeit
Durchschnittlich 14 Tage.
Aufenthaltsgenehmigung
Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Adressen).
Geld
Währung
1 Lek = 100 Qindarka. Währungskürzel: Lk, ALL (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 1000, 500, 200, 100, 50, 10 und 5 Lek; Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Lek sowie 50, 20, 10 und 5 Qindarka.
Geldwechsel
Geldwechsel ist zum offiziellen Kurs auf der Bank möglich. Bequemer ist der Tausch in Wechselstuben in den größeren Hotels, jedoch ist der Kurs etwas schlechter. Einen besseren Kurs erhält man bei den legalen Geldwechslern auf der Straße, die meist in der Nähe von Banken anzutreffen sind.
Zahlungsweise
Bargeld ist nach wie vor das wichtigste Zahlungsmittel. Nur kleinere Beträge sollten je nach Bedarf gewechselt werden. Neben dem offiziellen Zahlungsmittel, dem Lek, werden Devisen (vorzugsweise US-Dollar) meist gern akzeptiert. Es empfiehlt sich, Devisen in kleineren Sortierungen mitzunehmen, denn das Wechselgeld fehlt häufig selbst im Flughafen, beim Kassieren von Ein- und Ausreisegebühr, in Wechselstuben, Taxis usw.
Kreditkarten
Nur begrenzt verwendbar. Akzeptiert werden MasterCard, Diners Club und American Express, jedoch nur in größeren Hotels und einigen Banken. Einzelheiten vom Aussteller der jeweiligen Kreditkarte.
Reiseschecks
Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar und Euro empfohlen.
Wechselkurse
| Lk | Lk | Lk | Lk | |
| Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 142,71 | 135,90 | 134,93 | 139,59 |
| 1 CHF | 96.06 | 87,55 | 92,76 | 89,53 |
| 1 US$ | 135,00 | 118,40 | 105,40 | 113,330 |
Devisenbestimmungen
Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt; Deklarationspflicht. Die Ausfuhr ist auf 5000 US$ bzw. den bei der Einreise deklarierten Betrag beschränkt. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 07.00-15.00 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Die folgenden Artikel können zollfrei nach Albanien eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250g Tabak;
1 l Spirituosen und 2 l Wein;
250 ml Eau de Toilette oder 50 ml Parfüm.
Ein- und Ausfuhrbeschränkungen
Die Ein- und Ausfuhr von Waffen, Munition (außer Jagdwaffen) und Betäubungsmitteln ist verboten. Die Ausfuhr von Edelmetallen, Antiquitäten, alten Trachten von künstlerischem oder folkloristischem Wert, alten Urkunden und Büchern sowie Kunstwerken, soweit sie zum »nationalen Kulturgut« gehören, ist verboten bzw. genehmigungspflichtig.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 2. Febr. Großer Bajram (Opferfest). 9.-12. April Ostern (Katholische Kirche). 1. Mai Tag der Arbeit. 6. Mai Ostermontag (Orthodoxe Kirche). 28. Nov. Flaggentag/Unabhängigkeitstag 1912. 14.-16. Nov. Kleiner Bajram (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 21. Jan. Großer Bajram (Opferfest). 25.-28. März Ostern. 1. Mai Tag der Arbeit. 3.-5. Nov. Kleiner Bajram (Ende des Ramadan). 28. Nov. Flaggentag/Unabhängigkeitstag. 25. Dez. Weihnachten.
Anmerkung
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Kleiner Bajram (Eid-al-Fitr) vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf kommen kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Diese Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie der Große Bajram (Eid al-Adha), hat keine festgelegte Zeitdauer; es dauert i. allg. zwei Tage.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Nein | 1 |
| Cholera | Nein | Nein |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | Nein | - |
| Essen & Trinken | 2 | - |
[1]
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind und aus Infektionsgebieten kommen.
[2]
Leitungswasser ist nicht überall unbedenklich und z. B. in verschiedenen Stadtteilen von Tirana von unterschiedlicher Qualität sowie meist nur stundenweise verfügbar. Landesweit besteht ein erhöhtes Risiko verschiedener Darminfektionen. Es wird daher empfohlen, auf in Flaschen abgefülltes Wasser zurückzugreifen.
Hepatitis A tritt auf, Hepatitis B ist endemisch.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Zecken sind während der wärmeren Jahreszeit (März/April bis Oktober/November) vor allem in Flußniederungen und Waldgebieten mancher Teile Albaniens aktiv. Bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition in endemischen Gebieten ist eine Schutzimpfung gegen FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis), deren Erreger bereits mit dem Stich auf den Wirt übertragen werden, dringend zu empfehlen. Genaue Informationen über Zecken, Risiken und vorbeugende Maßnahmen sind zum Beispiel auch im Internet zu finden (Internet: www.medizinfo.com/waldundwiese/zecken/start.htm ). Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.
In den Küstenregionen tritt die Leishmaniase auf.
Gesundheitsvorsorge
Angesichts der dürftigen medizinischen Versorgungslage sollten Vorsorgeuntersuchungen (z. B. Zähne) vor Abreise nach Albanien gemacht werden. Benötigte Medikamente in ausreichender Menge und eine gut bestückte Reiseapotheke sollten mitgeführt werden. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung mit Notfallrückführung wird unbedingt empfohlen.
Reiseverkehr - International
Sicherheitshinweis
Bei Reisen nach Albanien besteht ein generelles Sicherheitsrisiko. Besonders in der Region um Bajram Curri im Nordosten des Landes sollte man Vorsicht walten lassen. Nachtfahrten sollten nicht unternommen werden, da der Straßenzustand oft sehr schlecht ist und ausreichende Straßenbeleuchtung fehlt. Weitere Informationen sind bei den Botschaften und Auswärtigen Ämtern erhältlich.
Flugzeug
Die nationale Fluggesellschaft Albanian Airlines (LV) (Internet: www.flyalbanian.com ), fliegt viele europäische Städte an. Wöchentliche Flüge nach Tirana mit Austrian Airlines (Internet: www.aua.com ) von Wien und mit Lufthansa von Frankfurt/M. (mit Umsteigen in Wien oder Ljubljana).
Durchschnittliche Flugzeiten
Frankfurt – Tirana: 2 Std. 30; Wien – Tirana: 1 Std. 45; Zürich – Tirana: 2 Std. 15.
Internationaler Flughafen
Tirana-Rinas (TIA) liegt 29 km außerhalb der Stadt. Duty-free-Shop, Autovermietung, Drogerie und Wechselstube. Buszubringerdienst für Flüge der Albturist vom/bis zum Stadtbüro in Tirana (Fahrzeit 30 Min). Taxis stehen ebenfalls zur Verfügung.
Flughafengebühr
10 US$, Albaner zahlen 1000 Lk.
Schiff
Die wichtigsten Häfen sind Durrës, Vlora und Saranda. Von Durrës gibt es Fährverbindungen nach Italien (Bari 4-7 Std., Brindisi und Triest 23 Std., Ancona 16 Std.) und nach Slowenien (Koper 22 Std.). Weitere Fährverbindungen bestehen zwischen Vlora und Bari (Fahrzeit 11 Std.), Otranto und Brindisi sowie zwischen Saranda und Korfu (Griechenland). Fährverbindungen werden unter anderem von Adriatica Lines (Internet: www.adriatica.it ) und Agoudimos Lines (Internet: www.agoudimos-lines.com ) angeboten.
Bahn
Die einzige internationale Verbindung führt von Shkodra nach Podgorica (Montenegro), sie wird allerdings ausschließlich für den Güterverkehr verwendet.
Bus/Pkw
Auf dem Landweg ist Albanien über Mazedonien, Serbien und Montenegro und Griechenland zu erreichen. Aufgrund der politisch angespannten Lage sollten die Straßenverbindungen zwischen Albanien und dem Kosovo gemieden werden. Bus: Es gibt Busverbindungen von Tirana nach Istanbul, Sofia und Athen. Pkw: Die Einreise mit dem eigenen Pkw ist nicht unbedingt zu empfehlen. Zwar gibt es in Tirana bewachte Parkplätze (Parkgebühr wird erhoben), aber das Einbruch- bzw. Diebstahlrisiko ist auch tagsüber groß. In Albanien ist es u. a. möglich, sich privat von jemandem gegen Entgelt in dessen Pkw mitnehmen zu lassen. Bei Einreise mit eigenem Wagen ist eine Vollkaskoversicherung unbedingt zu empfehlen. Die Benzinqualität kann gelegentlich problematisch sein. Bleifreier Kraftstoff ist mittlerweile auch im Landesinneren erhältlich, sollte jedoch vorsichtshalber in größeren Städten getankt werden.
Reiseverkehr - National
Schiff
Eine schnelle Personenfähre verbindet Durrës und Vlora.
Bahn
Das Streckennetz der albanischen Eisenbahn – einspurig und Dieselbetrieb – verbindet Tirana und Shkodra, Vlora, Fier, Ballsh und Podgorec.
Bus/Pkw
Von rund 18.000 km gelten rund 7500 km als Hauptstraßen. Sie werden vom Staat unterhalten und bisher sind nur 2850 km asphaltiert. Ein Großteil der Straßen ist in schlechtem Zustand. Fahrzeuge mit Allradantrieb werden empfohlen. Autobahnen sind in Planung, zunehmend werden auch bereits vorhandene Straßen erweitert. Fußgänger, Tiere, Radfahrer, Ochsenkarren, Pferdefuhrwerke und Landfahrzeuge benutzen die Fahrbahn gleichermaßen. Besucher sollten äußerst vorsichtig fahren. Bus: Immer noch das wichtigste Verkehrsmittel in Albanien. Von Tirana aus werden die Hauptrouten (Durrës, Shkodra, Peshkopia, Korça, Gjirokastra, Saranda) von privaten Busfirmen befahren. Taxis findet man vor internationalen Hotels oder in Tirana am zentralen Taxistand auf dem Sheshi (»Platz«) Avni Rustemi. Mietwagen sowie repräsentative Fahrzeuge sind in Tirana bei Verleihfirmen, auch international bekannten, zu bekommen. Ein Privatchauffeur mit Wagen ist die bequemste und zuverlässigste Alternative, die bei guten Veranstaltern bereits vor der Albanienreise zu buchen ist. Verkehrsbestimmungen: Strenge Geschwindigkeitsbegrenzungen, je nach Fahrzeugtyp und Straßenart sowie innerhalb von Ortschaften. Tankstellen sind nicht überall im Landesinneren zu finden. Es wird darauf hingewiesen, daß Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen oft von der Polizei angehalten werden. Nachtfahrten und Fahrten auf wenig befahrenen Strecken sollten vermieden werden. Unterlagen: Internationaler oder landeseigener Führerschein erforderlich.
Stadtverkehr
In den größeren Städten gibt es Busnetze, die billig, jedoch meist überfüllt sind.
Fahrzeiten
von Tirana zu anderen albanischen Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Bus/Pkw | |
| Durrës | 1.00 |
| Elbasan | 1.00 |
| Shkodra | 2.30 |
| Berat | 3.00 |
| Vlora | 3.00 |
| Korça | 4.00 |
Unterkunft
Hotels
Die staatlichen Touristenhotels werden von Albturist (s. Adressen) verwaltet. Zahlreiche neuere Hotels befinden sich in Privatbesitz. Derzeit wird eine Neuklassifizierung der Hotels in 5 Kategorien vorgenommen.
Camping
Campingplätze an der Adriaküste bieten im Sommer 4-Bett-Wohnwagen an. Es wird davon abgeraten, frei zu zelten.
Urlaubsorte & Ausflüge
Tirana
-
1614 von Sulejman Bargjini gegründet, wurde Tirana erst 1920 Hauptstadt von Albanien. Moschee, Hamam (türkisches Bad) und Backstube bildeten die Keimzelle der alten Stadt. Die heutigen Wahrzeichen, die Ethem-Bey-Moschee und der 35m hohe Uhrturm, entstanden erst 200 Jahre später im frühen 19. Jahrhundert. Das alte Basarviertel mußte 1961 dem Kulturpalast weichen, in dem die Oper, das Ballett und die Nationalbibliothek untergebracht sind. Die Anlage des Stadtzentrums stammt aus italienischer Zeit, wie auch die Regierungsgebäude am Skanderbeg-Platz bis zur Universität; Ausnahmen sind die Kunsthalle, die Kongreßhalle und die »Pyramide«, die als Museum für Enver Hoxha errichtet und zum Internationalen Kulturzentrum umfunktioniert wurde. Heute ist Tirana nicht nur bevölkerungsreichste Stadt, sondern politisches, wirtschaftliches, kulturelles und geistiges Zentrum – sowie Standort der bedeutendsten nationalen Museen für Archäologie, Geschichte und Bildende Künste. Den besten Überblick hat man vom Heldenfriedhof mit dem Denkmal »Mutter Albanien«.
Ausflugsziele: Peza, Dajti und die Burg Petrela.
Die Küste
-
Durrës ist die zweitgrößte Stadt Albaniens, ein bedeutendes Industriezentrum und der Haupthafen Albaniens. Die alten Griechen nannten ihn Epidamnos (627 v. Chr.), im Römischen Reich hieß er Dyrrachium. Vom Venezianischen Turm am Hafen führt die mittelalterliche Stadtmauer zum Amphitheater aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. In diesem Theater befindet sich eine frühchristliche Grabkapelle mit einem seltenen Wandmosaik. Die Sammlung des Archäologisches Museum ist sehenswert. Zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert war Durrës ein bedeutender Hafen und Handelsplatz an der berühmten Heer- und späteren Handelsstraße Via Egnatia zwischen Rom und Byzanz. Erdbeben haben große Teile des alten Durrës mehrfach im Meer versinken lassen oder verschüttet, die Stadt wurde jedoch immer wieder neu aufgebaut. Heute ist das nahegelegene Strandbad Durrës Plazh ein Hauptanziehungspunkt.
Apollonia erreicht man über die 12 km entfernt gelegene Stadt Fieri. Es wurde von den alten Griechen gegründet und nach dem Gott Apollo (zwei Kultsäulen sind erhalten) benannt. Apollonia hat einen Handelshafen an der Mündung der Vjosa. Die Römer benutzten die Stadt als Ausgangspunkt der Via Egnatia. Während dieser Zeit wurde die Stadt groß und wohlhabend. Das römische Stadtzentrum ist ausgegraben, Teile der Stadtmauer, das Amphitheater und Straßenanlagen sind zu sehen. Im ehemals orthodoxen Kloster aus dem 13. Jahrhundert befindet sich ein sehenswertes Museum. Auf dem Weg nach Durrës liegt das Kloster Ardenica.
Schon in der Antike war Vlora eine bekannte Hafenstadt mit bedeutender Bitumen- und Salzgewinnung. Heute ist Vlora zweitwichtigste Hafenstadt des Landes und hat zusätzlich Öl- und Wasserquellen im Hinterland. Der Ausflugsort Kusbaba bietet die beste Aussicht auf die Stadt. Von hier aus kann man ebenfalls die Muradiye-Moschee (1538-42 vom Baumeister Mimar Sinan erbaut), das Unabhängigkeitsdenkmal und den Hafen bis zu den Salinen an der Lagune von Narta sehen. Das Haus, von dessen Balkon 1912 die Unabhängigkeit Albaniens proklamiert wurde, ist als Museum diesem Ereignis gewidmet.
Um die Insel Sazan in der Bucht von Vlora gab es wegen ihrer militärstrategischen Bedeutung häufig Auseinandersetzungen. Erholung bieten Strand und Meer sowie beim Llogara-Paß der Naturpark mit einigen Ferienhäusern. Ausgesprochen reizvoll ist die Küstenstraße nach Saranda im Süden, die durch die »Albanische Riviera« mit den kleinen Orten Dhërmi, Himara und Borsh und durch die Zitrusplantagen von Lukova führt.
Der früher ruhige Erholungsort Saranda am Ionischen Meer ist heute Anlaufstelle für Tagestouristen vom gegenüberliegenden Korfu (Griechenland).
Von Saranda aus erreicht man die alte Stadt Butrint, Siedlungsort seit dem 1. Jahrtausend v. Chr., dann im 1. Jahrhundert v. Chr. als Buthroton griechische und kurz vor der Zeitwende römische Kolonie. Zu den weiträumigen Ausgrabungen aus der Antike gehören Theater, Dionysos-Altar, Asklepius-Tempel, Nymphäum, römische Häuser und Badeanlagen, frühchristliche Basiliken und ein frühchristliches Baptisterium mit einem der schönsten je freigelegten Mosaike. In Butrint finden sich Stadtmauern aus allen Epochen, besonders beeindruckend sind das Löwentor, die Venezianische Festung auf der ehemaligen Akropolis mit schönem Ausblick auf den Vivar-Kanal, der den Butrint-See mit dem Ionischen Meer verbindet, sowie die Festungsbauten von Ali Pascha Tepelena. Der nahegelegene Urlaubsort Ksamil bietet einen schönen Blick auf den Butrint-See und die Zitrus- und Olivenhaine in der Umgebung.
Das Landesinnere
-
Berat trägt den Beinamen »Stadt der tausend Fenster«. Die malerische Altstadt türkischen Ursprungs erstreckt sich an den Gebirgshängen entlang des Flusses Osum und ist durch eine siebenbögige Brücke mit Teilen der Stadt verbunden. Die Burg ist ein eigenes, sehenswertes Stadtviertel mit vielen Sakralbauten. Das Onufri-Museum bewahrt in einer orthodoxen Kirche gut restaurierte Ikonen auf.
Ganz im Süden liegt Gjirokastra. Die historische Altstadt byzantinischen Ursprungs (um 1200) steht unter Denkmalschutz. Die engen Gassen wurden stilgerecht restauriert. Die mächtige Festung aus dem 13. Jahrhundert, die 1811 von Ali Pascha Tepelena erweitert wurde, bietet eine schöne Aussicht. Das hier untergebrachte Militär-Museum wurde 1997 geplündert, der Großteil der Ausstellungsstücke kann jedoch nach wie vor besichtigt werden.
Die Gegend um Gjirokastra ist bekannt für ihre zahlreichen Mineralquellen, darunter Ujë i Ftohtë (»kaltes Wasser«) bei Tepelena am Fluß Drino und Gryka e Këlcyrës an der Vjosa, Richtung Përmet. In Richtung Kakavia (Grenzübergang nach Griechenland) liegt Glina mit der bekannten Mineralquelle.
Das 1510 erstmals schriftlich erwähnte Korça war Regierungssitz unter den Türken. Erst Ende des 18. Jahrhunderts, nach dem Untergang der benachbarten, hoch in den Bergen gelegenen bedeutenden Aromunengründung Voskopoja, konnte Korça seine günstige Lage am Kreuzungspunkt zahlreicher Karawanenstraßen nutzen. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Stadt wirtschaftliches und kulturelles Zentrum im Osten des Landes mit internationalen Handelsbeziehungen. Sehenswert ist die Mirahor-Moschee (1466), älteste Einkuppelmoschee des Landes; weiterhin das Museum für die Kunst des Mittelalters und das denkmalgeschützte, aber verfallende Basarviertel mit den vielen Hans, den ehemaligen orientalischen Herbergen.
Der bezaubernde Urlaubsort Pogradec nahe der mazedonischen Grenze liegt am tiefen – und deshalb kühlen – Ohrid-See mit seinen reichen Fischgründen (Forellen und Karpfen). Rund 5 km weiter östlich befindet sich der Touristenort Drilon. Ein Besuch empfiehlt sich vor allem im Mai oder Juni, wenn die Blumen in den ausgedehnten Parkanlagen in voller Blüte stehen. Durch die Öffnung des Grenzübergangs Tushemisht ist ein Abstecher zur Klosteranlage Sveti Naum jenseits der Grenze möglich (gegründet um 1000 von St. Naum, einem Schüler Kyrills und Methods).
Kruja, der »Balkon der Adria« (600 m ü. d. M.), thront hoch auf einem Bergmassiv nördlich von Tirana. Die mittelalterliche Stadt war einst der Stammsitz des Nationalhelden Skanderbeg, der sie erfolgreich gegen die eindringenden osmanischen Heere bis zu seinem Tod (Grab in
Lezha) verteidigte. Der Aufstieg zur restaurierten Burg, in der heute das Skanderbeg Museum untergebracht ist, erfolgt durch die rekonstruierte Basarstraße. Im Burggelände steht außer dem Museum ein wiederaufgebautes Stadthaus, das eine Kaffeestube beherbergt. Zu besichtigen gibt es außerdem den Glockenturm, Ausgrabungen und ein intaktes Stadtviertel mit Kirche und altem Friedhof.
Shkodra, eine der ältesten Städte des Landes, wenn nicht Europas, liegt am Scutari-See, der Albanien von Montenegro trennt. Überragt wird die Stadt von der Burg Rozafa. Ihre Gründungslegende, aber auch steinerne Zeugen und Dokumente aus illyrischer Zeit mit ihren Königen und späteren Feudalgeschlechtern, den Besatzungen und Freiheitsbewegungen, bieten albanische Geschichte zuhauf. Mehr als das Museum und das Café lohnt das großartige Panorama mit Ausblick auf den See und die Bleimoschee den Aufstieg. Einem der bedeutendsten Dichter Albaniens, Migjeni, ist ein Museum gewidmet, und ein anderes erinnert an die drei Generationen der Familie Marubi, die die Fotografie einführte (1858/59). Die 108 m lange Mes-Brücke über den Kir und die Drin-Stauseen von Vau i Dejes und Koman sind beliebte Ausflugsziele in der Umgebung.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Private Restaurants beleben das allgemeine Gastronomieangebot. In Tirana findet man außer einem »Restaurant Berlin« vier italienische Gaststätten, zwei französische und eine chinesische. Hier werden meist importierte Lebensmittel und Getränke angeboten. Man sollte einen Tisch reservieren und pünktlich erscheinen. Außerhalb der Hauptstadt sind Restaurants eher selten. Die einheimische Küche ist Balkanküche mit türkischem Einschlag und entlehntem Vokabular (Byrek, Qofte, Shishqebab), aber auch mit mancherlei Varianten. Auf der Speisekarte stehen Gemüse und Fleisch, Brot gehört zu jeder Mahlzeit. Bekannte Spezialitäten sind Fërgesë Tirane, ein heißes Pfannengericht aus Fleisch- und Leberstücken mit Ei und Tomaten sowie Tavë Kosi bzw. Tavë Elbasani, Hammelfleisch in Joghurt überbacken. Weiterhin beliebt ist der Koran, eine Lachsforellenart aus dem Ohrid-See, auch der Shkodra-Karpfen ist eine Kostprobe wert. Kukurec, gefüllte Schafsdärme (im Süden besonders beliebt) und gebackene Hammelköpfe gelten als Ehrung für den Gast. Erfrischend im Sommer ist Tarator, eine kalte Joghurt-Gurkensuppe. Ein spezieller Nachtisch ist Oshaf, ein Feigen- und Schafsmilch-Pudding aus Gjirokastra. Überhaupt ist Albanien ein Eldorado für Freunde süßer Torten, honiggetränkter Kuchen, Puddings und Eis oder (besonders im Süden) kandierter Früchte, Reçel. Das übliche Hotelfrühstück, in der Regel nicht im Übernachtungspreis enthalten und separat beim Kellner zu bezahlen, ist am kontinentalen Frühstück orientiert. Ein rustikales einheimisches Frühstück wie Pilaf (Reisgericht) oder Paça, eine kräftige Suppe aus Innereien, ist nicht jedermanns Sache und wird in Hotels nicht angeboten. Getränke: Viele Getränke werden importiert, von österreichischem Dosenbier, mazedonischem Wein, bis hin zu Cola-Imitationen und Anisschnaps aus Griechenland. Rar geworden sind die guten heimischen Weine. Besonders vermissen wird der Kenner den Raki, einen klaren Tresterschnaps (Raki Rrushi), wobei der privat angebotene und (legal) selbst gebrannte natürlich jeweils der beste ist. Immer schon eine seltene Spezialität war Maulbeerschnaps (Raki Mani), den man nur in der Gegend um Korça als Selbstgebrannten findet. In manchen Hotels werden noch beide albanischen Weinbrände, Konjak Skënderbeu und der Ekstra aus Korça mit seinem besonderen Aroma, angeboten. Feingemahlener, nach Belieben zusammen mit Zucker gekochter Kafe Turke (Türkischer Kaffee) wetteifert mit dem italienischen Ekspres (Espresso) um die Gunst des Publikums. In den Kaffeestuben sitzen meist nur Männer.
Nachtleben
Ein besonderes Vergnügen ist das abendliche Flanieren auf den Hauptboulevards der Städte. Das kulturelle Angebot umfaßt Theater, Oper und Konzert. Man kann aber auch in die Disco gehen.
Einkaufstips
Albanien hat alte kunsthandwerkliche Traditionen im Weben von Teppichen (Qilim, vom Tischläufer bis zu größten Formaten) und Stoffen, Filigranarbeiten in Silber und Kupfer, Holzschnitzerei und Keramik, Sticken und Nähen. Die Kunsthandwerksbetriebe und die Glasfabrik haben die Arbeit eingestellt. An allen touristischen Orten, vor den Hotels und Ausflugslokalen bieten Kunsthandwerker oder Kinder Handarbeiten an (vom Musikinstrument über Schnitzereien bis zur gehäkelten Bordüre). Gebrauchskeramik gibt es auf jedem Markt. Feilschen um einen akzeptablen Preis wird auch Touristen nicht übelgenommen, allerdings wird ihre Unkenntnis häufig ausgenutzt. Straßenhändler bieten außerdem Antiquitäten an (s. Duty Free). Vorsicht bei verlockenden Angeboten und Geschäftsvorschlägen. Öffnungszeiten der Geschäfte: I. allg. Mo-Sa 08.00-12.00 und 15.00-19.00 Uhr. Auch sonntags haben viele Geschäfte geöffnet. Basare, Verkaufsstände entlang der Landstraßen und fliegende Händler in den Städten haben ihre eigenen Verkaufszeiten.
Land & Leute
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Traditionell berühren sich Männer untereinander seitlich mit den Köpfen. Anrede: Herr (Zoti) und Frau (Zonja) mit akademischen Titeln. Ausführliches, mehrfaches Fragen nach dem Wohlbefinden des Gesprächspartners und dem seiner Familienangehörigen eröffnen das Gespräch und sind bei Begegnungen und jedem Telefonat üblich. Kenntnisse des Kanun (des traditionellen Gewohnheitsrechtes) sind angesichts des Wiederauflebens alter Sitten unentbehrlich. Es ist nicht üblich, bei häuslichen Einladungen Blumen mitzubringen. Kleine Gastgeschenke hingegen, unauffällig abgegeben, werden gern akzeptiert. Bei Todesfällen wird ein Kondolenzbesuch der Bekannten erwartet. »Ja« und »nein« wird in Albanien auf besondere Weise gezeigt, und man sollte sich spontaner Gesten mit dem Kopf enthalten. »Ja«: kurzes seitliches Kopfschütteln. »Nein«: Heben des Kopfes, unterstrichen durch einen Schnalzlaut und, wenn nötig, von einer Bewegung des Zeigefingers begleitet. Jeder Versuch, sich in albanischer Sprache zu verständigen, wird mit Sympathie aufgenommen. Es wird i. allg. legere Kleidung getragen. Rocklänge und Extravaganz der Damenmode werden nicht mehr von prüden Moralvorstellungen diktiert. Kurze Hosen bei Männern sind sowohl am Strand als auch in der Stadt akzeptabel. Sicherheit: Öffentliche Ordnung und Sicherheit haben sich weitgehend normalisiert. Dennoch sollte man als Tourist vorsichtig sein. Demonstratives Zurschaustellen z. B. von teurem Schmuck sollte man vermeiden. Äußerst interessant für Diebe sind Reisepässe, da albanische Staatsbürger durch Einreisebeschränkungen anderer Länder ihr Land kaum verlassen können. Aufpassen muß man auch auf Devisen, Wertsachen, Fotoapparate, Uhren und Mäntel – auf alles, was sich leicht zu Geld machen läßt. Welche Konsumgüter dazugehören, führen die fliegenden Händler am Straßenrand und in den Basaren deutlich vor. Gepäckstücke sollte man nicht aus den Augen lassen, verschlossene Autos sind kein Tresor. Bei Streifzügen durch einsame Straßen und in abgelegenen Gegenden oder zu touristischen Sehenswürdigkeiten abseits des allgemeinen Publikumverkehrs ist das Risiko, belästigt oder beraubt zu werden, besonders groß, vor allem bei Dunkelheit. Frauen werden leicht Opfer von Zudringlichkeiten. Trinkgeld wird in Restaurants und für Dienstleistungen erwartet und ist angesichts der niedrigen Löhne und Gehälter für den Einheimischen wichtig. Geschenke erfordern meist eine Gegenleistung.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Albanien ist das ärmste Land Europas und kämpft im Anpassungsprozeß an das moderne Europa mit großen Schwierigkeiten, die zum Teil noch von der Zeit stalinistischer Isolation herrühren. Seit dem Zusammenbruch des staatlichen Zentralismus 1991 wurde die Privatisierung strategischer Wirtschaftsbereiche wie Bergbau und Bankensektor eingeleitet. Das Land ist reich an Bodenschätzen. Die ergiebigen Lagerstätten von Chrom (Albanien zählt zu den weltgrößten Chromproduzenten), Kupfer, Nickel und Eisenerz sind nur unvollkommen erschlossen. Gefördert werden daneben Erdöl und Bitumen, Braunkohle, Bauxit, Gips und Salze. 58% der Beschäftigten sind in der Landwirtschaft tätig und bei der Entstehung des Bruttoinlandsprodukts hält der Landwirtschaftssektor einen Anteil von 40%. Große Hoffnungen werden auf die beginnende Tourismuswirtschaft gesetzt. Die Regierung ist um ausländische Investitionen bemüht, erste wirtschaftliche Erfolge wie beispielsweise Jointventures mit ausländischen Reiseveranstaltern wurden jedoch durch die Unruhen 1997 zunichtegemacht. Seit 1998 sind jedoch erste Erfolge des internationalen Wiederaufbauprogramms spürbar, so konnte Albanien in den vergangenen Jahren ein jährliches Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 8 % und einen kontinuierlichen Rückgang des Haushaltsdefizits verzeichnen. Die wichtigsten Exportgüter sind Textilien, Lederwaren und Landwirtschaftsprodukte. Haupthandelspartner sind Italien, Griechenland und Deutschland. Albanien ist Mitglied des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Im September 2000 trat Albanien der World Trade Organisation (WTO) bei.
Geschäftsverkehr
Repräsentatives Auftreten und äußerliche Indikatoren (von der gewählten Unterkunft bis zum Marken-Image) werden beachtet. Visitenkarten sind üblich. Rechtzeitige Terminvereinbarung ist empfehlenswert. Bei ausländischen Besuchern ist man auf Pünktlichkeit eingestellt. Geschäftszeiten: Mo-Fr 07.30-15.30 Uhr (Behörden und Banken bis 12.00 Uhr). Bei Handel und Gewerbe werden lange Mittagspausen gehalten.
Kontaktadressen
Dhoma e Tregtisë (Dachverband der albanischen Industrie- und Handelskammern)
Rruga Kavajes 6, AL-Tirana
Tel/Fax: (042) 2 29 34.
E-Mail: uccial@abissnet.com.al
Klima
Klima
Typisches Mittelmeerklima, besonders ausgeprägt in den westlichen Küstenniederungen: feuchtmilde Winter und trockene warme Sommer. Im gebirgigen Landesinneren Klima kontinentaler Prägung: im Sommer warm, im Winter teilweise sehr kalt. Hauptniederschläge im Winter, in höheren Lagen Schnee. Beste Reisezeit ist Mai/Juni oder Mitte September bis Mitte Oktober.



